Hochvogel

Hochvogel

Der HochvogelVon wegen letzte Tour zur Leilachspitze, einer der markantesten Allgäuer Berge soll noch bestiegen werden, der Hochvogel. Ein weiterer Berg, den ich bei meiner Jubiläumstour nicht mitnehmen konnte. Anders als vom Prinz Luitpold Haus aus, ist der Weg aus Hinerhornbach über den Bäumenheimer Weg nicht nur anspruchsvoller, sondern auch ungleich faszinierender.

Startpunkt ist Hinterhornbach, das man über das Lechtal kurz nach Stanzach mit dem Auto erreichen kann. Das Wetter spielt mit, es hat strahlend blauen Himmel und es ist auch nicht zu kalt. Zunächst geht es über ein kleines Stück Fahrweg vom Parkplatz (wir haben dort nicht geparkt und sind am Gasthaus Alpenrose über den „Wilderer Steig“ gegangen) bis zur ersten Abzweigung in den Wald.

Dort geht es zunächst relativ unspektakulär bis zur Schwabegg-Alp. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Sattelanhöhe von dort aus man einen schönen Blick auf die gegenüberliegende Hornbacher Gruppe mit Bretterspitze und Urbeleskarkopf und die Rosszahngruppe mit dem Kluppenkarkopf, die sich über den Fuchsensattel an den Hochvogel anschliesst.

Der Weg führt nun flach nach links durch ein grosses Geröllfeld zurm südlich gelegenen Grat, wo nun der eigentliche Bäumenheimer Weg beginnt, mit einem tollen Blick auf den Rücken des „grossen Wilden“. Die Rinne gehts rauf...Zunächst noch in Serpentinen auf Gras, dann schon etwas schroffer um die Felsen des Grates bis man sich in einer grossen Felsrinne zielstrebig Richtung Gipfel kämpft. Der Steig führt nun über leichte Kanten und die Hände werden gebraucht. Angst vor Steinschlag von Kletterern über einem braucht man kaum zu haben, da der Weg zumindest in den unteren drei vierteln recht intelligent angelegt ist. Richtig ausgesetzte Stellen befinden sich hauptsächlich im oberen Bereich.

Zu schaffen macht einem höchstens das Geröll, dass auf dem griffigen Fels, die Tritte etwas unsicher macht. Überraschender Weise überholte uns in genau diesem Abschnitt ein Hund, der mit etwas Anlauf auch grosse Kanten überwindet und so eher an eine Gämse erinnert.

...aber voll wars.Das letzte Stück könnte man als Schlüsselstelle bezeichnen, zwei bis drei grosse Kanten, die recht ausgesetzt stehen müssen überwunden werden und etwas unbeholfene Bergsteiger lassen uns einige Minuten warten. Plötzlich taucht dann das Gipfelkreuz auf und man hat es geschafft. Jetzt muss man noch etwas Glück haben um einen Platz auf dem Gipfel zu ergattern (etwas übertrieben, der Gipfel ist ansich sehr geräumig).

Das Gipfelbuch dort oben ist eigentlich überflüssig, denn es beginnt Anfang September und war bereits zur Hälfte voll mit Poesiegedichten und dem immer gleichen Unsinn.

Nach ausgiebiger Brotzeit und ein paar Fotos geht’s dann wieder nach unten. Die meisten Leute Die Zacken des Südgratswählen die Übersteigung und müssen dann den weiten Weg durch den Kalten Winkel zum Fuchskarjoch zurückqueren. Im Schatten wars aber noch ordentlich kalt und die ersten Schneefälle gab es ja auch schon. Daher gings den gleichen Weg wieder hinunter, schön in der Sonne und ohne Schneefelder. Natürlich muss man sich im klaren sein, dass der Bäumenheimer Weg bergab eine ungleich schwerere Herausforderung darstellt als nur bergauf. Einige Stellen können schlichtweg nur im Rückwärtsgang geklettert werden und das ist doch für den ein oder anderen ein Problem.

Alles in allem noch ein sehr schöner Saisonabschluss… jetzt heisst es dann warten auf den Schnee.

Weitere Bilder gibts auf Seite 2.

Details

  • am 12.10.08
  • Höhenmeter: +1.550 m
  • Gipfel: Hochvogel (2.592 m)
  • Wegstrecke: ~10 km

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