Über den Breitenberg zum Aggenstein

Über den Breitenberg zum Aggenstein

Überm Tiroler StadlMan steht morgens auf und sieht nichts, kein Berg, keine Sonne, nur Wolken. Perfekte Bedingungen für eine Überraschungstour.

Überraschung deshalb, weil man noch nicht ahnen kann, ob mans oben besser hat. Auf den Breitenberg wählte ich den Weg übers Taufat, dem grossen subalpinen Latschenkieferwald unter dem breit gezogenen Felsenband des Gipfels.

Ausgangspunkt ist das Skizentrum Pfronten Steinach und führt zunächst über die Skipiste des Standardliftes zum Tiroler Stadl.

Danach recht intuitiv dort vorbei und weiter die alte Skiabfahrt entlang nach oben. Der alte Start und der Zugbringerlift sind mittlerweile schon argzugewuchert. Hat man die Wiesen hinter sich gelassen führt der Pfad ins grosse Latschengebiet.Perfekte Stimmung Das Ziel ist schon gut zu erkennen, da die Latschenkiefern nur noch mannshoch sind. Immer wieder bietet sich ein toller Blick auf Pfronten und die Umgebung, wie die Seen und Burgen, aber auch Richtung Zugspitze und Schloss Neuschwanstein.

Hat man die Felsen erreicht, gelangt man über eine kleine Rinne auf den mit Seilen und Geländer gesicherten Weg. Insgesamt nicht schwer, aber ein paar mal wird man auch mit den Händen zulangen müssen. Oben am Breitenberg erwartet einen das eher nervige Kontrastprogramm.

Der ganze Gipfel war voll mit Leuten, einige, die nichtmal Berg- oder Turnschuhe tragen, Gondel- und Sesselbahn machens möglich. Nach ein paar Fotos gehts dann schnell den Weg hinunter zur oberen Sesselbahnstation und von dort nach Süden zu den grossen Felsen des Aggensteins.

Der Einstieg des \Grundsätzlich gibt es vom Breitenberg aus zwei Wege zum Aggenstein: Der „lange Strich“ führt über einen steilen Grashang im Zickzack direkt bis knapp unter den Gipfel. Dagegen der Weg über die Scharte „böser Tritt“ zunächst über die Bad Kissinger Hütte von der Südseite.

Das erste Stück des langen Strichs ist ein bisschen Kraxelarbeit, auch ne kleine Trittleriter ist dabei, hat man das geschafft ist der Rest auch kein Problem mehr. Im oberen Teil bin ich zwecks der Aussicht auf den Grat gewechselt.

Die letzten 50 Höhenmeter sind dann für beide Wege gleich: Am Stahlseil über bereits glattgelaufnenen Fels. Am Wochenende oder zur Ferienzeit wird das dann oft zur Geduldsprobe, gerade zur Mittagszeit. Wer sich ein bisschen mehr Zutraut, der lässt das Seil links oder rechts liegen und sucht sich seinen eigenen Weg.Dohlen am Gipfel

Sollte nun noch Platz auf dem Gipfel sein, kann man sich an einer herrvorragenden Aussicht erfreuen. Die vielen Brotzeitler locken natürlich auch die Dohlen an, die gerne auch aus der Hand fressen.

Auf dem Herunterweg kehre ich dann noch auf der Bad Kissinger Hütte ein und geniesse die Frühherbstliche Sonne. Über den bösen Tritt gehts dann runter zur Grenzerhütte und von dort über die Piste zur Talstation des Aggeinsteinschleppliftes.

Das letzte Stück gehts dann über die wunderschöne Reichenbachklamm (Details dazu folgen). Da es 2 Tage zuvor noch stark geregnet hatte, war der Weg etwas matschig und rutschig. Der Weg endet am Zollhaus und muss daher noch zum Skizentrum zurücklaufen, Dauer etwa 20 Minuten bis dorthin.

Details:

  • Am 02.09.2008
  • Dauer: 5 Stunden
  • Höhenmeter +1.450
  • Gipfel: Breitenberg (1.838 m), Aggenstin (1.985 m)
  • Einkehrmöglichkeiten: Ostlerhütte (1.838 m), Bad Kissinger Hütte (DAV, 1.792m)

Weitere Bilder sind auf Seite 2 zu finden.

Track Download (Zusammengeklickt zur Übersicht, kein Orginaltrack)

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